Vorstellung Jugendarbeit der Stadt Tettnang mit Frank Fussenegger


Es hat uns sehr gefreut, dass Frank Fussenegger, seit September 2018 Beauftragter für Kinder- und Jugendbeteiligung der Stadt Tettnang sowie Schulsozialarbeiter unserer Einladung zu unserer Februar-OV-Sitzung gefolgt ist und uns die Möglichkeiten, sich als jugendliche Person an der Gestaltung der Stadt zu beteiligen nähergebracht hat.
Kinder- und Jugendbeteiligung soll es minderjährigen Menschen, die in einer Kommune wohnen, leben oder zur Schule gehen ermöglichen, sich an demokratischen Prozessen einer Gemeinde zu beteiligen sowie eigene Wünsche, Ideen oder Projekte einbringen um die Lebensqualität in der Kommune verbessern.
Die Kinder- und Jugendbeteiligung kennt verschiedene Instrumente wie z.B. den Jugendgemeinderat, der bis 2011 bestand, Jugendorganisationen von politischen, zivilgesellschaftlichen oder kirchlichen Verbänden sowie Jugendbeteiligungstreffs. Zudem gibt es bei größeren Beteiligungsprozessen wie um das ISEK den Wunsch, die Jugend stärker zu beteiligen.

In Tettnang wird aktuell viel auf den Austausch in Beteiligungstreffs zwischen Frank Fussenegger und Interessierten in der Kernstadt sowie allen Ortschaften gesetzt. Hierbei geht es darum, dass Jugendliche Themen und Ideen zur Verbesserung Ihrer Umgebung in der Gemeinde setzen können und gemeinsam ausarbeiten, inwieweit das Anliegen mit welchen Möglichkeiten umgesetzt werden können. So sind bereits Projektgruppen z.B. zu einer Soccerbox in Langnau entstande, welche sich schon mit der lokalen Politik und Verwaltung getroffen hat.
Sollten Projekte aus verschiedenen Gründen nicht durchsetzbar sein, lernen die Jugendlichen jedoch auch viel über die Komplexität der Beteiligung in demokratischen, rechtsstaatlichen Prozesse.

Ein weiteres bekanntes Beispiel für ein solches Projekt ist der ParTTybus, welches einzelne Jugendliche zusammen mit Frank Fussenegger organisatorisch auf die Beine gestellt wurde. Der ParTTybus fährt nach Beschluss des Gemeinderates Tettnang jedoch nur da, wo sich Jugendliche bereit erklären, auf Frank Fussenegger zuzugehen und sich aktiv daran beteiligen, dass dieser Bus die Parties anfährt, die die Jugendlichen besuchen möchten. In der Vergangenheit hat das öfter durch einzelne Interessierte gut funktioniert, aktuell ist das Projekt im Dornröschenschlaf, bis die nächste jugendliche Person eine Vorstellung hat, wo der Bus hinfahren soll.

Neben den Beteiligungstreffs gibt es am Campus Manzenberg den sog. Campus-Rat, welcher sich aus 12 Schülersprecher*innen und anderen delegierten Schüler*innen der am Manzenberg vertretenen Schulen zusammensetzt. Dieser artikuliert beispielsweise in Richtung des Gemeinderates, welche Anforderungen aus Sicht der  Schüler*innen der Neubau der Sporthalle erfüllen muss.

Das Thema Jugendbeteiligung in Tettnang befindet sich mit den hohen Fluktuationen der Zielgruppe stetig im Wandel, so kann es z.B. sein dass es 5 Jahre einen Jugendgemeinderat gibt und dann wieder keinen – die Jugendlichen suchen sich die Beteiligungsvariante, mit welcher sie am besten mitgestalten kann. Potential bieten in Tettnang zudem noch die Beteiligung der aktuell kaum vertretenen Menschen mit Behinderung sowie jüngere Kinder.

Wir danken Frank Fussenegger herzlich für den Austausch mit uns und freuen uns, mit ihm und den engagierten jungen Menschen in Kontakt zu treten und zu bleiben. 

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