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Ortsverband der Grünen besichtigt Kiesgrube in Biggenmoos

Das Kieswerk der Firma Zwisler in Tettnang-Biggenmoos war am Freitag Ziel einer Besichtigung durch Mitglieder des Ortsverbands von Bündnis90/Die Grünen aus Tettnang einschließlich einiger seiner Gemeinderäte. Nach einer Einführung in die Geschichte der Kiesgrube auch mit ihren geologisch bedingten Eigenheiten durch den Geschäftsführer Tobias Zwisler wurde als Besonderheit die Aufbereitung von Aushubböden präsentiert, die neben dem Kiesabbau die für die Tief- und Erdbautätigkeit der Firma Zwisler wichtigen Rohstoffe Kies und Sand liefert. Daneben werden sie im Beton auch für den Hochbaubereich eingesetzt. Beeindruckte schon die aufwändige Behandlung und Separierung zur Gewinnung der verschiedenen Kornfraktionen, so ist die Reinigung der im Kreislauf geführten Prozesswässer, die aus Niederschlagswasser stammen, technologisch mit einer Kläranlage vergleichbar. Die in einer vollautomatischen Kammerfilterpresse abgeschiedenen Reststoffe werden dabei, je nach Ausgangssubstrat, zur Ziegelherstellung eingesetzt oder zur Rekultivierung verwertet. Anerkennung zollten die ökologisch orientierten Besucher auch dem Einsatz regenerativer Energie in der gesamten Anlage, die in der betriebseigenen Photovoltaikanlage gewonnen wird. Herr Zwisler gab noch einen Ausblick auf die Bestrebungen, die großen Mengen anfallenden verunreinigten Böden mit Hilfe der hier praktizierten Separierung in ihrem Umfang deutlich zu reduzieren, um wertvollen Deponieraum zu schonen. Die Besucher kamen damit zur Erkenntnis, dass auch mit dem Kiessabbau umweltverträgliche, nachhaltige Bewirtschaftungen möglich sind, wozu auch der Grundsatz des Tettnanger Unternehmens dient, seine Geschäftstätigkeit regional auf einen Umkreis einer halben Stunde Fahrzeit zu begrenzen. Im Zusammenhang mit aktuellen Diskussionen stand auch der Hinweis, dass auch in der Kiesgrube in Biggenmoos der Grundsatz gelte, dass die Kiesabbausohle stets mindestens 2 Meter über dem gemessenen Grundwasserhöchststand der letzten 20 Jahre liegen müsse.

Text: Tilmann Kugel
Fotos: Hans Schöpf

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